Endlich: Wir sind "Österreich"
Der Inn beginnt Hochwasser zu führen und Österreich muss sich darauf einstellen, wieder näher zusammenzurücken. Ohnedies kommen über die Brücken im Westen immer mehr Ausländer: nämlich Deutsche zu uns.

Wir brauchen also ein Bollwerk. Ein neues Medium in diesem Land kann konsequenterweise nur "Österreich" heißen, vor allem, wenn es ein Printmedium ist. Dass man angeblich eine "integrierte" Zeitungsredaktion sein will und "auf online setzt" (wie man heute ja so schön sagt), lässt nur einen Schluss zu. Auf dem kleinen Markt muss kräftig umgerührt werden.

Während "deutschsprachig" ausgerichtete Online-Medien demonstrieren, dass der neue Markt vor allem transnational ist, zeigt die kommende Online-Nachrichtenseite des Landes: "Du bist Deutschland" - "aber wir sind Österreich".

Tribalismus in Zeiten elektronischer Medien kann in Österreich Kannibalismus sein: Man muss eine Grenze ziehen: Es sollen "uns" nicht alle lesen, sondern nur jene, die sich zu jenem Volk zugehörig fühlen, das ja einen Namen hat: Österreich.

In diesem Sinn fordere ich: Skifahren muss ein Ganz-Jahressport werden! Atomic ergo sum.

F. bezeichnete den Namen "Österreich" als "mutigen" Titel. "Jeder hätte von uns 'Daily News' oder Ähnliches erwartet. Wir tragen damit dem Österreich-Bewusstsein Rechnung." Bis zum Start im September könnte der Zeitungsname "Österreich" noch einen Zusatz erhalten, der "tragende Titel" stehe mit "Österreich" aber fest.
...Vielleicht "Unser"

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Kärntner Geschichtsweisen
Was haben ORF2 und die Kamagne www.ortstafel.at gemeinsam? Wenig, könnte man glauben.

Wer freilich am Sonntagabend mit Interesse ORF2 geschaut hat, der durfte eine Dokumentation über den "kärtner" Fürstenstein sehen. Hauptaugenmerk des Geschichtsunterrichtes Marke Kärnten: Die Einsetzung der Herzöge in Kärnten durch das deutsche Kaiserreich (zu den Fürsten von Karantanien und den slawischen Wurzeln Kärntens erfuhr man in Nebenbemerkungen: "Damals gab es noch keinen Ortstafelstreit..."

Wer freilich wissen will, welcher Text in der vom ORF gezeigten Doku gesprochen wurde, der kann nachlesen - auf www.ortstafel.at. Abgesehen davon, dass man verwundert darüber sein könnte, wie sehr sich der Kärntner LH mit frühmittelalterlichen Herzögen gleichsetzt (und dabei im Stile des Kaisers Maximilian die Geschichte "seines" Landes direkt aus der Antike ableitet), darf man sich fragen, was die Bottomline dieser Dokus sein solle? Zur Vergegenwärtigung noch einmal der Text:

Der Fürstenstein - Unterteil einer römischen Säule – ist steinernes Zeugnis der Kärntner Geschichte und das älteste nachantike Herrschaftszeichen auf österreichischem Boden. Das Landeswappen, das in den Stein eingemeißelt ist, zeigt die Bedeutung, die der Fürstenstein mehr als 1000 Jahre lang hatte. Denn auf dem Fürstenstein, der aus der römischen Stadt Virunum auf dem Zollfeld stammt und in der Nähe der heutigen Pfarrkirche von Karnburg stand, wurden seit dem Frühmittelalter die Fürsten des Landes in ihr Amt eingeführt.

Mit den Jahrhunderten verlor der Fürstenstein aber an Bedeutung. So kam es, dass der Stein im 19. Jahrhundert, weil er bei den bäuerlichen Arbeiten am Zollfeld störte, zerteilt und am nordwestlichen Rand des Zollfeldes gelagert wurde. Bis zum Jahr 1862. In diesem Jahr ließ ihn der Geschichtsverein in das Landhaus nach Klagenfurt bringen. Der Fürstenstein bekam einen Unterbau in Form von drei kreisförmigen Marmorstufen. 1905 wurde der Fürstenstein in die Sammlung bedeutender Kunstschätze und Artefakte aufgenommen und in das Kärntner Landesmuseum gebracht.

Heute wird man sich der Geschichte und Bedeutung des Fürstensteins wieder stärker bewusst, erkennt dessen Symbolkraft. Daher soll der Fürstenstein auch auf seinen angestammten Platz zurück: Den Wappensaal des Landhauses. So wird ein längst vergessener Teil der Geschichte Kärntens wieder lebendig ...


N.B. Wir lesen diesen Text auf der Seite www.ortstafel.at....

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Mein Deutschland-Tipp
Eine Tageslaune

Große Koalition ohne Schröder und Merkel.

Kanzler: Wulff
Vizekanzler&Innen: Schily (Aufpasser)
Außen: Verheugen
Finanz: Merz oder Müller
Wirtschaft: Steinbrück
Verteidigung: Glos
[Bildung wird mit einer "neutralen" Expertin besetzt]

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